Dialektum


mit Lea Michels

Dialektum 2100 n.Chr.

Epoche der kognitiven Begegnung (ein Projekt mit Lea Michels)

"Der Mensch hat seine Fähigkeit, unabhängig zu sein, verlernt. Zu groß war der Fokus auf technische Hilfsmittel und digitale Assistenten gerichtet. Was Aufgaben abnehmen und mehr Zeit und Freiheit für unser Leben schaffen sollte, hat uns in Wahrheit Fesseln angelegt. Durch Jahrzehnte lange Gewöhnung an Devices jeglicher Art ist die Selbstständigkeit auf der Strecke geblieben. 

Um unsere Fähigkeiten wieder zu erlangen und selbständig agieren zu können, besinnt sich der Mensch nun auf sich selbst und gewinnt seine Freiheit mehr denn je zurück..."

Auf Basis des Storytellings und der Frage, wohin könnte sich die Welt in den nächsten Jahren entwickeln, ist ein Zukunftsszenario entstanden, in welchem sich die Menschen nicht länger auf technische Hilfsmittel konzentrieren, sondern sich zurück auf sich besinnen – das Dialektum. Anregungen zu diesem Projekt fanden wir in Mythen wie Einsteins genutzte Hirnkapazität von 20% und dem Gedankenpalast, einer Lernmethode aus dem alten Griechenland.

Da es in diesem Zukunftsbild um eine sehr starke individuelle Fantasie, Vorstellungsvermögen und um den Umgang mit Gedanken geht, liegt der Schwerpunkt dieses Projekts nicht auf einer starken ästhetisch-visuellen Umsetzung. Vielmehr gilt es dem Betrachter eine Masse an Informationen nahe zu bringen, welche am besten jeder selbst mit seiner eigenen Vorstellungskraft formt und weiterdenkt.

Projektplakat & Hörgeschichten

Teil I – Projektplakat

Als visuelle Umsetzung ist ein 5 m langes Plakat entstanden bestehen aus:
01// Name, Namensgebung & Herleitung
02// Zeitstrahl von heute über div. Entwicklungsphasen bis Beginn Dialektums
03// Entstehende Grundelemente (_1) des Dialektums

04// Aus Grundelemente (_1) entstehende Unterpunkte (_2, _3)
05// Verbindungen vonGrundelementen (_1) und Unterpunkten (_2, _3)
06// Erzählungen von Personas im Dialektum (_1, _2, _3)
07// Glossar mit Begriffserklärung, Namensherkunft und Erläuterung von visuellen Elementen

Teil II – Hörgeschichten

_1 GEDANKENPALAST

"Ich liebe es Menschen durch meinen Gedankenpalast zu führen. Die meisten sind erstaunt, wie phantasievoll so ein Konstrukt sein kann."

_2 EMODIATHEK

"Wow, Philians Gedankenpalast war so angefahren. Dort hätte ich Tage verbringen können."

_3 EMOTIKATION

"Die Live-Performance gestern war so intensiv. Einfach unglaublich, wenn das ganze Publikum spürt wie das Adrenalin durch den Körper rauscht und kurz darauf allen Zuschauern Tränen über die Wange kullern."

WhatsApp, Twitter, Email, Snapchat, Facebook, Telegram, Slack, Google+ und so weiter. Kommunikation gehört heute wie vor vielen Jahren zu der Hauptbeschäftigung der Menschen. Der große Unterschied, Kommunikation wird durch die zunehmende Digitalisierung immer unübersichtlicher und unpersönlicher. Anstatt sich mit Freunden von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten oder einfach mal das gute alte Telefon in die Hand zu nehmen, kommunizieren wir immer mehr in kurzen Texten, welche wir dann über WahtsApp oder dergleichen verschicken. Was dabei oft auf der Strecke bleibt ist das, wodurch sich der Mensch noch am meisten von der Maschine unterscheidet – den Emotionen.  Wir versuchen zwar durch Emoticons/Emojis oder Gifs unseren Texten einen Hauch von emotionaler Ebene zu geben. Was bei dem Empfänger der Nachricht aber ankommt, ist oft nicht das, was wir damit eigentlich ausdrücken wollten oder sehr stark abhängig davon, wie gut sich die kommunizierenden Menschen kennen und die Nachrichten zu interpretieren wissen. 

Durch die Digitalisierung kommt eine ständige Erreichbarkeit durch verschiedenste Geräte hinzu. Eine 24/7-Erreichbarkeit mag zu Beginn einen guten Willen verfolgt haben, wie sich aber herausstellt, hat es sich für viele Menschen zu einem enormen Stressfaktor entwickelt. Voller werdende Terminkalender, ständige Mobilität, effektivitätssteigernde technische Assistenten, digitale Trainer, welche auf deine Gesundheit achten und vieles mehr gehören schon heute zu unserem Alltag. Der Trend, dass Technik uns alltägliche Aufgaben abnehmen soll, uns Probleme aller Art lösen und mehr Zeit für unser Leben schaffen kann, schreitet unaufhaltsam voran und wird auch in naher Zukunft nicht zum Stillstand kommen – wenn wir nichts daran ändern.

Smartphones, Smartwatches, Tablets und Co. dienen uns heute nicht mehr nur zu Unterhaltung. Immer mehr Informationen lagert der Mensch auf diverse Geräte aus. Wer sich der digitalen Revolution hingibt, scheint dem auch nicht ausweichen zu können. Wäre der Supercomputer aber mal kaputt und all diese Daten auch nicht mehr via Cloud o.ä. erreichbar, ist man aufgeschmissen und ein Teil der scheinbaren Existenz verloren...

Next.Story widmete sich der Kunst des Storytellings und der Welt von Morgen - ein Blick in eine potentielle Zukunft, egal ob es sich um nächstes Jahr oder Jahrtausend handelt, real oder absolute Fiktion ist. Wir haben uns im Laufe des Kurses gefragt, wie würde es sein, wenn der Mensch sich irgendwann endlich mal wieder auf sich selbst konzentriert und nicht ständig nach technischen Erneuerungen sucht, welche alles scheinbar einfacher und noch effektiver macht, Stillstand nicht als Rückschritt deutet, sondern versuchten, erst mal mit dem zurecht zu kommen was man hat, bevor man wieder einen Schritt weiter geht.

Das menschliche Gehirn beispielsweise ist der leistungsstärkste „Rechner“, welcher den Menschen in den letzten Jahrtausenden zum absolut dominierenden Tier auf diesem Planeten gemacht hat. Wir wissen heute wie tief der tiefste Punkt der Erde ist, dass eine Minute auf der Erde nicht gleich einer Minute auf dem Saturn ist und können mittels Künstlicher Intelligenz und einem Bild eines Gesichts eine Wahrscheinlichkeit errechnen, ob die Person homo- oder heterosexuelle ist. Neben einer solch unnützen Sache gibt es hunderte Beispiele an Forschungen und Studien, bei welchen man den Kopf nur enttäuscht schütteln kann und sich fragt, warum?

Bei all diesem Wissen ist es kaum zu glauben, wie wenig man doch über das menschliche Gehirn weiß! Es kursiert die berühmte Behauptung, dass Albert Einstein nur 20% seiner Hirnkapazität nutzte. Aus neurologischer Sicht ist das völliger Humbug, aber eine schöne Idee...

Davon ausgehend, dass sich die Welt in eine immer stärkere und digital abhängige Welt bewegt, in welcher technologischer Fortschritt als absoluter Problemlöser angesehen wird, spielten wir mit der Idee einer Rückbesinnung. Der Mensch erkennt seine technische Abhängigkeit und erlangt durch seine "biologische" Fähigkeiten seine Freiheit mehr denn je zurück. Der Mensch als Wesen rückt somit stärker in den Mittelpunkt.

Entstanden ist eine neue Epoche – das Dialektum – in welchem man durch neurologische Fortschritte mehr und mehr Fähigkeiten erlangt:

0.1 STIMULENT
Die Aktivitäten des menschlichen Gehirns lassen sich bestimmten Wellenmustern zuordnen. So sendet ein entspanntes Gehirn lange Wellen aus (Alpha-Wellen), ein hoch konzentriertes wiederum sehr kurze (Gamma-Wellen). Mit Hilfe eines Stimulenten können diese Wellen erfasst werden, wodurch das Aktivitätspotential des menschlichen Gehirns beeinflusst werden kann. Das Gehirn kann effektiver genutzt werden. Auf Kommando absolut relaxen, tief schlafen oder höchst anspruchsvolle Aufgaben bewältigen ist mit einem Stimulent möglich.

1.0 GEDANKENPALAST (Höhrbuch _1)

Ein Gedankenpalast ist ein individuelles Konstrukt, mit welchem man Gedanken und Erinnerungen visualisiert. Diese können auf verschiedene Arten wie Gebäuden, ganzen Städten, unendlichen Wegen und anderen Strukturen palastisiert werden. Es können reale wie surreale Objekte und Formen entstehen. Die Gesetze der Natur spielen dabei keine Rolle. Die einzige Grenze ist die, der eigenen Phantasie. Es entsteht ein allgegenwärtiger Speicher von Gedanken, auf welchen man zu jedem Zeitpunkt zugreifen kann. Für einen Außenstehenden kann es sehr verwirrend erscheinen, für den Konstrukteur aber gibt es klare Strukturen. Der Vorgang der Visualisierung von Gedanken in einem Gedankenpalast wird auch als Palastisierung bezeichnet.

1.1 GEDÄCHTNISPHASEN
Es gibt drei Phasen, die eine Erinnerung durchlaufen muss, um sich im Gedankenpalast festigen zu können:

1.1.1 PHASE I
Die erste Phase bezieht sich auf das Kurzzeitgedächtnis, das Bewusstsein einer Person. Alles, was man wahrnimmt, wird für kurze Zeit in unserem Gehirn festgehalten. Danach wird es an das Langzeitgedächtnis weitergeleitet. Alles, was wir wahrnehmen, ist also nur für eine kurze Zeitspanne bewusst in unserem Kurzzeitgedächtnis verfügbar. Anstatt diese Informationen zu löschen, werden sie über weitere Phasen im Gedankenpalast gespeichert.

1.1.2 PHASE II
Die Palastisierung spielt sich in der zweiten Phase, der Konsolidierung, ab. Hier werden Gedanken aus dem Kurzeitgedächtnis palastisiert. Das heißt, sie werden in feste Objekte umgewandelt und im Gedankenpalast abgelegt. Ebenfalls werden in dieser Phase Emotionen in die Emodiathek aufgenommen und dort gespeichert. Dieser Vorgang findet bei jedem automatisch statt. 

1.1.3 PHASE III
Die dritte Phase hängt mit dem Langzeitgedächtnis zusammen. Die Gedanken befinden sich als palastisierte Objekte im Gedankenpalast und werden nun fest verankert. Erinnerungen, Emotionen und Gedanken können jetzt je nach Belieben wieder ins Bewusststein geholt werden.

1.3 PALASTVISITE
Gedankenpaläste können komplett oder eingeschränkt einer zweiten Person gezeigt werden. Besucher können also eine Führung durch andere Gedankenpaläste bekommen. Diese müssen willentlich dem vorgegebenen Weg des Eigentümers folgen. Der Eigentümer kann absolut darüber entscheiden, was für den Besucher möglich ist und was nicht. Machtlos ist der Eigentümer nur bezüglich der Interpretationen des Besuchers.

1.4 OVAG - CEREBRALERBE
OVAG steht für „Organisation zur Visualisierung und Archivierung von Gedankengut“. Leitidee der OVAG ist es, besondere Gedankenpaläste nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das cerebrale Erbe soll aufbewahrt und für die Nachwelt zugänglich gemacht werden. 

Neben der Archivierung hat sich die OVAG die Visualisierung von besonderen Gedankenpalästen zur Aufabe gemacht. Sie baut Paläste von berühmten Persönlichkeiten als Museen nach oder macht  außergewöhnliche Visualisierungen öffentlich zugänglich. Originelle Gedankenpaläste können augezeichnet werden und geraten somit nicht in Vergessenheit.

0.2 Relaxaris
Viel Arbeit mit dem Gehirn ist anstrengend. Relaxaris sind Entspannungszonen, welche speziell für kurzzeitige Entspannungsphasen eingerichtet wurden. Die Größe eines Relaxaris kann zwischen Personenkammern, großen Einrichtungen in öffentlichen Bereichen, wie Parkanlagen variieren. In einer Relaxaris kann mit Hilfe eines Stimulenten das Hirnpotential gesteuert werden. Das Gehirn wird dabei auf „Knopfdruck“ in einen Theta-Zustand versetzt. Durch diesen Zustand erreicht der Mensch eine tiefe Entspannungsphase, manchmal sogar einen leichten Schlaf. Umgangssprachlich gesagt, tankt das Gehirn Energie für neue Geniestreiche.

2.0 NEUROCITAS

Ein Neurocitas beschreibt die Möglichkeit vom Austausch zwischen zwei oder mehreren neuronalen Einheiten. Ähnlich wie beim früheren WLAN, entsteht eine für Augen unsichtbare Verbindung, sobald Gedanken und Emotionen ausgetauscht werden.

2.1 NEURUNDA
Eine Neurunda basiert auf einer Neurocitas. Sie entsteht, wenn sich zwei oder mehrere Einheiten einem Austausch unterziehen. Das Gesamtbild zwischen Sender, Empfänger und Verbindung (Neurocitas) bildet eine Neurunda. Im weitesten Sinne kann man hier Parallelen zum damaligen Internet finden.

2.2 NOTFALLSYSTEM
Notsignale können über Neurunda an Basisstationen geleitet werden. Motorische Fähigkeiten müssen dafür nicht mehr funktionstüchtig sein. Bildhafte Eindrücke vom Ort des Geschehens werden versendet. Somit können Rettungskräfte die Situation besser einschätzen und gezielt handeln.

3.0 EMOTIKATION (Höhrbuch _3)

Die gängigen Kommunikationswege werden durch die Möglichkeit erweitert, Emotionen direkt weiter zu geben. Es ist nicht mehr von Nöten, diese in Worte zu fassen. Das führt zu einer intensiveren Kommunikation und vermittelt genau das, was vermittelt werden soll. Ohne unnötige Zwischenebenen der wörtlichen Kommunikation und einer möglichen Fehlinterpretation des Empfängers, können Gefühle ausgetauscht werden. Die Übertragung von Emotionen ist auf zwei Weisen möglich:

> Im Jetzt-Zustand können Emotionen mit dem Gegenüber geteilt werden. Dies funktioniert nur mit Gefühlen, welche im Augenblick empfunden werden. Für einen kurzen Moment verspürt eine externe Person genau das, was man selbst im gegenwärtigen Zeitpunkt fühlt.

> Für Emotionen aus der Vergangenheit kann man auf die Emodiathek zugreifen, welche alle erlebten Emotionen aufbewahrt. Diese können dann ebenfalls für einen kurzen Augenblick an eine externe Person übertragen werden.

3.1 EMODIATHEK (Höhrbuch _2)
Eine Emodiathek ist eine Sammlung aus bereits gefühlten Emotionen. Diese werden in einer Art Bibliothek abgelegt. Emotionen können zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen sowie geteilt werden. Um sicherzustellen, dass man Emotionen nicht unterschiedlich wahr nimmt, werden diese in Form und Format gleich palastisiert. Eine Emodiathek ist ein fest verankertes Element im Gedankenpalast, das jeder besitzt.

3.2 UNTERHGALTUNG
Durch die Emotikation und den phantasievollen Gedankenpalästen erschließen sich neue Kunst- und Unterhaltungsgenres.

3.2.1 EMOTIONALES ERLEBEN
Die Emotikation bietet die Möglichkeit, gesellschaftiche Events auf eine neue Ebene zu setzen. Dank der Übertragung von Emotionen werden Performances für den Zuschauer viel intensiver und realer. Akteure können Gefühle direkt an das Publikum übertragen, welches dadurch hautnah die Inszenierung miterleben kann.

Neben Live-Performances erweitert die Emotikation außerdem andere Unterhaltungsebenen. Filmähnliche Vorführungen werden mit übertragbaren Emotionen so ausgebaut, dass man die Geschichte mit allen Sinnen erlebt.

3.2.2 ABSTRAKTE NACHBAUTEN
Weil die Strukturen der Gedankenpaläste immer komplexer werden, hat man begonnen, besondere Paläste in der Wirklichkeit nachzubilden. Neben der OVAG (Organisation zur Visualisierung und Archivierung von Gedankengut) gibt es noch zahlreiche andere Unternehmen, welche sich der Visualisierung von Gedankenpalästen widmen. Zum Teil werden ganze Paläste in Form von begehbaren Museen nachgebaut, teilweise nehmen sich die Gestalter auch nur einzelne Bereiche oder gar Objekte heraus und versuchen, diese zu realisieren. Sonderbare Installationen und abstrakte Kunstobjekte basierend auf Gedankenpalästen bilden einen neuen Bereich in der Kunstwelt.

3.3 PALASTTHERAPIE
Bei der Palastisierung oder Emotikation kann es zu Problemen kommen. Hierfür gibt es verschiedene Anwendungsformen zur Bewältigung von Traumata. Ein Palastener ist ein Medicus, der sich auf Palasttherapie spezialisiert hat. Dieser kann, durch den gezielten Einsatz von positiven Emotionen, Betroffenen neue Energie geben, um die negativen Vorgänge wieder unter Kontrolle zu bringen.

3.3.1 DEPRESSIONEN
Palastisierte Objekte, welche mit negativen Assoziationen verknüpft sind, können in ihrer Größe variieren. Oft kommt es zu einer Ausdehnung, welche nur schwer kontrolliert werden kann. Bekommt man diese negativen Objekte nicht unter Kontrolle, entsteht eine Depression. Diese Depression nimmt dann immer mehr Raum ein und drängt andere Erinnerungen in den Hintergrund. Mit verschiedenen Therapieformen kann man dagegen ankämpfen und die Depression kontrollieren.

3.3.2 PALASTTRAUMA
Finden in einem kurzen Zeitraum zu viele Dinge gleichzeitig statt, kann das Bewusstsein diese nicht auseinander halten. Bei der Palastisierung kann es dann zu Problemen kommen. Es entsteht ein Gebilde, welches versucht, die verschiedenen Ereignisse zu vereinen. Dieses Gebilde bezeichnet man als Trauma. Hier kann durch Hilfe von Außenstehenden, den sogenannten Palastenern, wieder Ordnung geschaffen werden. Das Trauma wird in seine Einzelteile zerlegt und kann so in kleinen Teilen verarbeitet und palastisiert werden.

4.0 LASI

Ein lokales Areal mit spezifischem Inhalt, kurz LASI genannt, ist ein System, in dem man auf neuronale Leistungen zugreifen kann. Ein externer Speicher von Eindrücken, Gedanken und Erinnerungen, den mehrere Personen nutzen können. Während manche von externen Gedanken profitieren, ist es ebenso möglich, eigene Gedanken und Erinnerungen dort abzulegen. Erinnert an die Cloud des 21. Jahrhunderts. 

4.1 LASI-NOVUM
Nachrichtenzone – Was passiert gerade auf der Welt? In einem LASI-Novum hat man Zugriff auf aktuelle Informationen zum Zeitgeschehen. Diese Nachrichtenzonen sind an öffentlichen Plätzen eingerichtet und für jeden zugänglich.

4.2 LASI-VARIUS
Kreativzone – Ein LASI-Varius ist ein kreativer Inspirator. Eine Sammlung von Ideen, Entwürfen und wilden Gedankengängen, welche Anregungen und Impulse für kreative Köpfe geben soll.  Man kann von Gedanken und Eindrücken anderer profitieren und sich einem kreativen Austausch unterziehen. Zudem lebt ein LASI-Novum nur von ständig neuem Input, welcher von jederman dort abgelegt werden kann. Derartige Zonen sind besonders in Kreativen Bereichen zu finden.

4.3 LASI-MED
Gesundheitszone – Um physische wie auch psychische Erkrankungen heilen zu können, ist es oft nützlich, die Vorgeschichte zu kennen. So kann man in einem LASI-Med seine persönliche Krankengeschichte ablegen, welche ein Medicus zur Analyse einsehen kann. Es entsteht eine Art „Krankenakte“ der Patienten. Außerdem bildet sich ein Pool aus Erfahrungen, auf welchen der Medicus bei Bedarf zugreifen kann.

Grafikdesign
Carl Frech (2017)
mit Lea Michels